Aktuell

Feuerwehrhaus Albachten

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen im Rat,


den ein- oder anderen, die in das Thema „Feuerwehrhaus Albachten“ weniger involviert waren, mag die Verbissenheit und Leidenschaftlichkeit, mit der bei dieser Standortfrage gerungen wurde, wie eine Provinzposse vorgekommen sein.


Das war und ist sie aber nicht, das gebietet schon der Respekt gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr Albachten, die sich mit großem Elan, Fachwissen und am Ende mit eigenen finanziellen Mitteln für den Standort an der Dülmener Straße eingesetzt haben. Die SPD in Albachten und ich als Ratsfrau für diesen Stadtteil habe die Freiwillige Feuerwehr immer unterstützt und dabei bleibt es auch.


Das Verfahren rund um die Standortfindung, die heute vermutlich zu ihrer Entscheidung kommt und in Albachten bei vielen einen schalen Geschmack hinterlässt, hat viel zu lange gedauert und hat gleich mehrere Institutionen der Stadt beschädigt.


Die Verwaltung, die im Sommer 2020 dem Rat zwei Möglichkeiten präsentierte und eine davon offenbar für so unwahrscheinlich hielt, dass sie eine sorgfältige Prüfung nicht hinreichend vorgenommen hatte. Der Rat, der sich auf die Gründlichkeit der Verwaltung verließ und sich aufgrund der damaligen Vorlage für die Dülmener Straße entschied.


Die nach dem Ratsbeschluss erfolgten Prüfungen nahmen dann unverständlicherweise mehr als ein Jahr in Anspruch und endeten in der heutigen Vorlage, die ja aus dem letzten Herbst stammt. Ein wirklicher Klärungsprozess ist aber erst nach der BV West-Sitzung im vergangenen November in Gang gekommen. Durch das Modell vom letzten November wurde deutlich - im Übrigen auch durch die erst kürzlich in der WN veröffentlichten Zeichnung -, dass unter den Prämissen des Verkäufers (Erhaltung des Mittelweges an der jetzigen Stelle, Bebauung nur rechts vom Weg, 4
Fahrzeughallen) eine Realisierung an der Dülmener Straße nicht möglich ist.


Diesem Faktum wird sich die SPD-Ratsfraktion nicht verschließen, wenn ich mir auch einen anderen Ausgang gewünscht hätte. Schließlich braucht Albachten, das stetig wächst, ein modernes Feuerwehrhaus.


Abschließend, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, möchte ich anregen, dass die Verwaltung auch ohne die Verwirklichung eines Feuerwehrhauses das betreffende Grundstück an der Dülmener Straße erwirbt, um es dauerhaft in eine Gedenkstätte umzuwandeln. Angesichts der Tatsache, dass Imperialismus und Angriffskrieg in Europa wieder fröhliche Urständ feiern, wäre eine Grünfläche, an der man sowohl der gefallenen Soldaten als auch der zivilen Opfer des Weltkriegs gedenkt, ein gutes Zeichen für die Friedensstadt Münster.